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Schiegls mit 140km/h im Rodel-Doppelsitzer

11.03.2008
Olympiabahn in Vancouver mit Turbo- Spitzengeschwindigkeiten.

INNSBRUCK. "Ich fahre nun seit über 20 Jahren Rodelrennen, aber so einen Affenzahn hatte ich noch nie drauf!" Das waren die ersten Worte eines sichtlich beeindruckten Tobias Schiegl nach seiner Rückkehr aus Vancouver, wo in den vergangenen Tagen die ersten Testfahrten für Olympia 2010 auf der neu errichteten Eisröhre für Bob, Rodel und Skeleton stattfanden. "Wir hatten in den letzten Trainingstagen Spitzengeschwindigkeiten von 140km/h im Doppelsitzer, da kommst du im unteren Steckenteil gar nicht mehr richtig mit, da pfeift nur mehr der Wind um dem Helm. Technisch ist dieser Eiskanal gar nicht so anspruchsvoll, aber wenn du da einen Fehler machst dann kracht´s fürchterlich." Die Schiegl´s waren eine der 15 ausgewählten Weltklasse- Athleten aus dem Rodellager, die im Rahmen des Homologierungsprozesses den Olympia- Eiskanal so richtig testen durften. "Den David Möller aus Deutschland, einer der besten Rodler weltweit, hat´s jeden Tag zerrissen, der hat einige blaue Flecken abbekommen. Wir sind Gott sei Dank relativ gut zurecht gekommen", so der WM Dritte Tobias Schiegl weiter. "Ich glaube allerdings, dass wirklich nur die Besten diese Bahn einigermaßen sicher bewältigen können, einen Sturz bei knapp 150km/h möchte ich mir gar nicht einmal ausmalen, das geht kaum ohne Verletzungen ab. Noch nie in meiner Karriere hatte ich so großen Respekt vor so hohen Geschwindigkeiten, da musst du jede Passage wirklich optimal erwischen, sonst bist du nur mehr Passagier auf der Rodel," so der Weltklasse- Athlet abschließend. Beeindruckt zeigten sich Tobias und Markus Schiegl sowie Cheftrainer Rene´Friedl von der bereits vorhandenen Infrastruktur: "Eine wirklich tolle Anlage mit allem Drum und Dran, die könnten jetzt schon perfekte Rennen veranstalten. Die Kanadier haben hier mustergültig gearbeitet", so Rene´Friedl.

schiegl-schiegl vlnr: Tobias Schiegl, Rene Friedl, Markus Schiegl
(Foto: ÖRV)

Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten bereits jetzt in der Homologierungsphase,welche speziell die Bobs vor sehr große Probleme gestellt hat, scheinen nun zumindest inoffiziell Überlegungen angestellt zu werden diese doch noch zu reduzieren. Markus Schiegl: "Wir haben gehört, dass eventuell noch ein Kreisel oder so was ähnliches eingebaut wird, bei einem Rennen bist du sicherlich noch einmal um 10 km/h schneller als in den vergangenen Tagen. Da wird´s dann wirklich gefährlich".
Ing. Christoph Schweiger
Presse ÖRV-Kunstbahnrodeln
Almweg 393
A-6073 Sistrans
www.rodel-austria.at

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